Der Projektkurs „Geschichte des Fußballs“ unserer Jahrgangsstufe Q1 hatte heute die Gelegenheit das Deutsche Fußballmuseum in Dortmund zu besuchen und konnte dort vielfältige Eindrücke und Impressionen aus über einhundert Jahren deutscher Fußballgeschichte sammeln. Der Besuch des Deutschen Fußballmuseums in Dortmund rundet gekonnt die Arbeit unseres Projektkurses ab, in dem wir insbesondere die Anfangszeit des Fußballs im 19. Jahrhundert, die Geschichte des Sports im Kaiserreich, der Weimarer Republik sowie zur Zeit des Nationalsozialismus beleuchten haben. Hierbei wurde vor allen Dingen auch auf die Rolle jüdischer Fußballer zu dieser Zeit eingegangen. Darüber hinaus diskutierten wir auch über aktuelle gesellschaftliche und politische Fragen, wie der Erfolgsgeschichte des Frauenfußballs in Deutschland, die sich verändernde Fankultur in den Stadien oder die Weltmeisterschaft in Katar. Viele Exponate der Ausstellung, wie der Endspielball der Fußballweltmeisterschaft 1954, Jens Lehmanns legendärer „Spickzettel“ der WM 2006, das Kaffeeservice, welches die Frauen-Nationalmannschaft zum Gewinn der Fußballeuropameisterschaft 1989 erhalten hatte, oder zahlreiche Pokale, Trikots und Fanutensilien zeigten eindrucksvoll die Geschichte des Fußballsports in Deutschland.
Ein besonderer Schwerpunkt des heutigen Tages war sicherlich die bereits im Projektkurs vertiefend stattgefundene Beschäftigung mit der Rolle jüdischer Spieler im deutschen Fußball und ihrem Leben in der nationalsozialistischen Schreckensdiktatur. Die Schüler*innen konnten an dieser Stelle bereits erarbeitetes Wissen über Spieler wie Julius Hirsch oder Gottfried Fuchs, welche den Fußballsport zu Beginn des 20. Jahrhunderts entscheidend mitprägten, vertiefen und während der im Fußballmuseum angebotenen Führung neue Facetten dieser beiden außergewöhnlichen deutschen Fußballer jüdischen Glaubens entdecken. Ein Dank geht an dieser Stelle an das Deutsche Fußballmuseum, welches uns diese Führung kostenlos zur Verfügung stellte.
Im Anschluss an die Führung konnten die Schüler*innen das Museum noch auf eigene Faust erkunden. Hierbei stand oftmals der Ruhrgebietsfußball und die im Kurs vorherrschenden Lieblingsvereine (VfL Bochum, Borussia Dortmund und Rot-Weiss-Essen) im Fokus des allgemeinen Interesses. Doch auch die Erfolge der deutschen Fußballnationalmannschaft und die im Museum gekonnt inszenierten Rückblicke auf die Fußballweltmeisterschaften 1954, 1974, 1990 und 2014 stießen auf reges Interesse und versetzten einige Schüler*innen in Erstaunen.
Nach einem kurzen Reflexionsgespräch waren sich alle Kursteilnehmer*innen einig, dass der Besuch im Deutschen Fußballmuseum sehr lohnend und interessant war. Ein Besuch des Museums kann an dieser Stelle nur empfohlen werden.
















